Kleine Selbstkritik/ lass dich gehen

Gefangen zwischen Nähe und Distanz kann ich es nicht zulassen, kann ich nicht ankommen. Nicht schlafend schließen sich meine Lider nicht ganz, sie wollen es nicht und sie können es nicht. Es raubt ihnen die Sprache. Weil sie heute hier in dieser Welt ständig aufgerissen werden. Sie werden aufgerissen bis sie weinen, jeden Tag einmal zweimal dreimal viermal. Können es nicht begreifen, können nicht wegsehen, können nicht weitermachen. Können nicht aufhören nachzudenken, versuchen stets alles zu verstehen. Wollen wissen, dass alles gut ist. Dass alles gut wird? Nur in der Bewegung finden sie Frieden. Kurz. Endlich loslassen können, gehen. Sich raushalten, eine geographische Grenze. Sie fliehen mich immer wieder fort und unglücklich werde ich immer erneut, wenn ich euren Schmerz fühle. An jedem Ort. Er ist überall. Er ist überall. Muss weg. Muss weg. Steigende Semipermeabilität. Kleiner Schwamm des Unglücks, das du nicht verursacht hast. Das dich gar nichts angeht, du Kind. Bist eines und wirst es immer bleiben mit deinen naiven Augen der wahnsinnigen Hoffnung. Perfektionistin, Idealistin, traurige Realistin. Wirst dich noch ganz kaputt tragen an diesem Weltschmerz. Kann ich erst in der Resignation Frieden finden? Wann hört es auf wehzutun? Wer kann das ertragen, ein Präsident etwa?

Und doch weißt du eins. Wenn alle Ich-Botschaften aus diesem Text gelöscht würden, wäre dir das Problem klarer. Lass dich gehen. Lass d(as )ich gehen.

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