Die groben Hände des Lebens

Leben!

Nimm deine schweren Hände von der zarten Seele meiner kleinen Schwester.

Sie ist zu gut und trägt die Sonne in unsere Herzen. Sie will singen!

Seit wann ist das Leben der Stimme zu geizig? Schenkst sie den Menschen, die viel reden, wenn der Tag lang ist, laut und viel! Nimmst du sie nun denen, die den Klang ergeben liebten?

Leben! Nimm deine groben Hände vom ehrlichen Mund meiner kleinen Schwester!

Er weiß die Wahrheit und das in diesen jungen Jahren. Schlau, schön und stumm hast du ihn geschaffen. Seit wann ist das Leben der Sprache zu geizig? So viele Geschichten schwimmen um unsere schreckliche Realität. Ihre kleine Geschichte ist stolz wie die Seerosen und andächtig wie das standhafte Ufer. Erzählt darf sie werden, oh ja, erzählt muss sie werden. Ich weiß, dass auch du sie über alles liebst. Leben, sie ist zu gut für dich! Nimm deine großen Hände von ihr, ich lege sie für dich auf die dankbare Erde. Die Bäume werden dir danken, sie wollen nicht singen, sie wollen lauschen, schweigen und wissen. Sie werden ihre Freude an deinen starken Händen haben, unsere alten Freunde.

Leben, ich weiß nicht, wer du bist, ich sehe dich nur selten und du bist so launisch. Du hast meinen Dank, meinen Respekt und meine Achtung.

Doch nimm deine gewaltigen Hände von meiner kleinen Schwester! Sie spricht mit mir, ob du das willst oder nicht.

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