Träumerin der Bäume

Da Bäume nicht schlafen, nur wachen, nur wandeln, nur wachsen, loslassen und

wieder weiterwachsen,

trennen und blühen,

hörend miteinander sprechen,

mit innerlich-wissendem Auge sehend verletzt werden und

ihre Zerstörer trotzdem zu lieben verstehen,

um daran zu wachsen –

vielleicht sehen sie keine Bilder, sondern realen Atem,

vielleicht sehen sie was das Gesehene spricht, ihnen zuspricht.

Vielleicht sehen sie den Atem der Realität, sei er

immer schaffend und ringend,

wachsend und wandelnd,

in der Summe gleichsam im Ein und Aus,

Maß der ewigen Gegenseitigkeit –

der gegenteiligen Einheit.

 

Vielleicht schenken sie uns ein bisschen Realität, wenn sie uns

Luft zum Atmen zu-atmen,

damit wir träumen können, wenn wir schlafen, ganz so, als wären wir in

der einteiligen Gegenseitigkeit auch

wachend und wandelnd und wachsend, wie sie.

 

Wenn sie mir Luft zum Atmen schenken, kann ich träumen, wenn ich wach bin,

in gegenteiliger Einseitigkeit,

von den Bäumen und einem innerlich-schauenden Auge,

mit dem sie sehen, wer

ich, Träumerin, bin,

zusprechend in die

ewige Gegenseitigkeit,

in die Einheit.

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