Einsamer Gedankenpalast

Hier ist alles

kristallklar und gerade

deshalb messerscharf und eiseskalt.

Ich sehe wahrhaftige Spiegelungen,

gegenseitig reflektierende Wahrheiten,

die sich durch Spiegelbilder gegenseitig verändern.

Auch Zahlen würden hier oben greifen, beschreibend und

selbst zählend,

Unendlichkeiten in Größe und Form.

Ich schneide mich

an den Gedanken, sie trennen alles,

bleibe mit der Zunge hängen, als ich versuche

ein Gefühl in ihnen zu schmecken. In sie hinein zu schmecken?

Heilsam fällt mir eine Schneeflocke auf die Wunde,

sie schmeckt nach mir selbst,

wie immer.

 

Wenn ich dir das doch alles zeigen könnte, wenn.

Stattdessen male ich die kristallklare Transparenz bunt aus und gehe manchmal ganz glücklich verloren…

 

Ich träume, sagt ihr.

Ich träume nicht, sage ich, ich denke und versuche dies warm zu tun,

warm aus kalten Wänden einen bunten Palast bauend.

Wenn ich dir das doch alles zeigen könnte,

 

es liegt mir auf der wunden Zunge,

kannst du die Schneeflocke sehen?

Halt mich fest, Schneemann, in deinen starken Armen,

dass ich da oben nicht auf den Spiegelflächen ausrutsche.

Lach mit mir darüber, Schneemann, damit ich es nicht mehr auszusprechen brauche,

damit nicht mehr zählt, wie ich zähle,

damit die Zahl nicht zählt, damit nicht mehr zählt,

welche Zahlen greifen würden, nicht mehr

zählt, ob es jemand versteht.

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