Einsamer Gedankenpalast

Hier ist alles kristallklar und gerade deshalb messerscharf und eiseskalt. Ich sehe wahrhaftige Spiegelungen, gegenseitig reflektierende Wahrheiten, die sich durch Spiegelbilder gegenseitig verändern. Auch Zahlen würden hier oben greifen, beschreibend und selbst zählend, Unendlichkeiten in Größe und Form. Ich schneide mich an den Gedanken, sie trennen alles, bleibe mit der Zunge hängen, als ich versuche … Weiterlesen Einsamer Gedankenpalast

Geister

Würde ich nicht blau sehen, wüsste ich, dass ich blau sehe. Heute sehe ich indigo, meinen Geist, und wünsche mir, dass du ihn in deinem Sonnengelb als meinen Geist in deinem Geist erkennen kannst. Denn wenn wir beide erkennen, dass alle Menschen unseren Geistes sind, in tausenden bunten Farben, wäre dies der Anfang.   Wir … Weiterlesen Geister

Träumerin der Bäume

Da Bäume nicht schlafen, nur wachen, nur wandeln, nur wachsen, loslassen und wieder weiterwachsen, trennen und blühen, hörend miteinander sprechen, mit innerlich-wissendem Auge sehend verletzt werden und ihre Zerstörer trotzdem zu lieben verstehen, um daran zu wachsen – vielleicht sehen sie keine Bilder, sondern realen Atem, vielleicht sehen sie was das Gesehene spricht, ihnen zuspricht. … Weiterlesen Träumerin der Bäume

Schmetterling im Wirbelsturm

Auf die Zeit zu blicken, wenn ich
doch weiß, dass es eine Raffung gibt, in der Vergangenheit und Zukunft in einem Hohlraum aufeinanderliegen, ineinander verschlungen, hab ich nicht im Sinn.   Hohl wie tausend Wörter, ballasthaft um mein Leben schwimmend, sich überlagernd aufeinandertreffend, niemals zutreffend und doch mein einziger Halt, um zu zeigen, wie mein Hirn … Weiterlesen Schmetterling im Wirbelsturm